Angels sing out loud II – Himmlische Klänge verzaubern
Die Aula ist mit knapp über 400 Plätzen gut gefüllt, als "His spirit is here" geheimnisvoll ertönt, Tenor und Bass
von der Bühne aus, Sopran und Alt umkreisen das Publikum, sanft und melodiös hinter den oberen Rängen.
Chorleiter Stefan Bechstein, begrüßt das Publikum, das mit dem Chor zusammen für den Bass Theo Küppers (Foto Mitte) "Happy Birthday
to you" und "Zum Geburtstag viel Glück" singt. Theo wird heute 75 Jahre alt. Jedes Chormitglied überreicht Theo eine gelbe Rose, der ist sichtlich überwältigt.
Voller Kraft und Präsenz erklingt von den über 60 Chorsänger*innen "Anthem we raise". Das Publikum ist sofort dabei,
klatscht mit und der Beifall fällt entsprechend aus. Beim Refrain des stimmungsvollen " Hallelujah" von Leonard
Cohen reicht eine dezente Aufforderung und das Publikum stimmt in den Refrain mit ein. Die 4. Strophe wird erstmals
von Ralf Mitsch, Bass, brillant gesungen.
Es wechseln sich reine Chorstücke und Lieder zum Mitsingen ab. "Amazin` grace" hat für die Besucher eine besondere
Herausforderung, Get Joy singt einen anderen Text als das Publikum, es hört sich wunderbar an und macht allen sichtlich Freude.
"Einmal" aus der "Glöckner von Notre Dame" berührt nicht zuletzt aufgrund der nicht enden wollenden Krisen auf der
Welt ganz besonders auch durch die voll klingende Altstimme von Jule Kluth und die Chorbegleitung. Teilweise wird
das Publikum bei "Lovely day" aus eigenen Reihen dirigiert, wenn die Männer den Refrain "A lovely da___y" und
die Frauen "Lovely day, lovely day, …" singen. Die Sopranistin Julia Gebel singt das Solo von "Heal the world",
Get Joy und das sehr musikalische Publikum den Refrain.
Die Spannung steigt, als die 3 Solistinnen Annette Gottschall und Julia Gebel (Sopran) sowie Jule Kluth (Alt) nach
vorne treten. "Holy Lamb of God" präsentieren sie stimmlich brillant und in einem Dreiklang, der Gänsehautmomente erzeugt.
Der Chor tut das Seinige im mehrstimmigen Chorus. Die Resonanz ist begeisterter Beifall.
Bei dem Weihnachtslied "Oh come all ye faithful" singen die Besucher fleißig mit. Das Konzept, das Publikum zum Mitsingen
zu motivieren, funktioniert gut. Dies wird auch in Gesprächen mit den Gästen nach dem Konzert positiv hervorgehoben.
Die Premiere von "Cantate domino", auch bekannt als Werbesong "Adiemus", begeistert. Die gekonnte Begleitung von Max
Lumer am Schlagzeug kommt bei diesem Stück ganz besonders zur Geltung. Nach den letzten beiden Liedern "Hark
the herold angels sing" und "The parting glass" fordern die Besucher eine Zugabe, die mit "Total praise" eingelöst wird.
Schließlich lockt der Afterglow, hilfreich unterstützt durch die Tafel Neuss, Abteilung Kleinenbroich,
die damit 1.030,- EUR für ihre sozialen Zwecke einnimmt. So findet das Konzert einen runden, gemütlichen Ausklang.